Die Seele des Cellos - Pablo Casals
Shownotes
Die Seele des Cellos: Pablo Casals und die Suche nach dem vollkommenen Klang. Zum 150. Geburtstag im Jahr 2026 feiern wir den Mann, der das Cello aus dem Schatten holte. Erfahren Sie, wie ein Zufallsfund in Barcelona die Musikwelt revolutionierte und warum Pablo Casals’ Stimme weit über den Konzertsaal hinausreichte.
Wie wird ein Instrument zur menschlichen Stimme? In dieser Folge von Klassik erleben reisen wir in die Welt von Pablo Casals (1876–1973). Anlässlich seines bevorstehenden 150. Geburtstags werfen wir einen Blick hinter die Legende des katalanischen Cellisten.
Inhalt dieser Folge: Der Bach-Moment: Wie ein 13-jähriger Junge in einem Antiquariat die vergessenen Cello-Suiten von Johann Sebastian Bach entdeckte und zwölf Jahre lang im Stillen perfektionierte.
Das Gofriller-Cello: Warum Casals kein glattes Perfektions-Instrument wollte, sondern ein Cello suchte, mit dem er um den Ausdruck ringen konnte.
Revolution der Technik: Wie Casals mit NatĂĽrlichkeit und "expressiver Intonation" das moderne Cellospiel begrĂĽndete.
Musik als Gewissen: Casals’ mutiger Widerstand gegen die Diktatur und die Geschichte hinter „El Cant dels Ocells“ (Der Gesang der Vögel).
Pablo Casals war mehr als ein Virtuose – er war ein Symbol für Frieden und künstlerische Integrität. Wir laden Sie ein, die Augen zu schließen und den „menschlichen“ Klang seines legendären Instruments neu zu entdecken.
✨ Besonderes Highlight dieser Folge: Am Ende der Episode hören Sie die legendäre Originalaufnahme von „El Cant dels Ocells“ aus dem Jahr 1950. Aufgenommen im provisorischen Studio einer Mädchenschule im französischen Prades, fängt dieses Dokument den Moment ein, in dem Casals nach Jahren des Schweigens seine Stimme für die Freiheit erhob. Ein Stück Musikgeschichte in seiner reinsten Form.
Musiknachweis: „El Cant dels Ocells“ (Katalanisches Volkslied), Violoncello: Pablo Casals, Prades Festival Orchestra. Historische Aufnahme aus dem Jahr 1950 (Columbia Records), bezogen über das Internet Archive.
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